Deutsche Firmen bilden die größte ausländische Unternehmer-Gemeinde in Russland. Mehr als 4.600 deutsche Firmen engagieren sich in 63 der 86 Subjekte der Russischen Föderation. Der Trend der Unternehmen, ihre Tätigkeit in den Regionen auszuweiten, ist ein Ergebnis des administrativen Wandels. Die Rahmenbedingungen in Russland haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Von den 4.600 Firmen gehören immerhin 4.300 dem Mittelstand an! Im Jahr 2007 flossen insgesamt 13 Milliarden Euro Investitionen von Deutschland nach Russland und nochmals 3,6 Milliarden so genannte Direktinvestitionen, mit denen sich ein Unternehmen an einem anderen beteiligt. Die konservative Anlagestrategie Deutschlands hat einen großen Vorteil: Deutsche, vor allem mittelständische Unternehmen legen ihr Geld bevorzugt langfristig in Produktionsstandorten in Russland an. Zu den größten deutschen Investoren gehörten in den vergangenen Jahren Firmen wie E.ON, Wintershall, VW, Siemens, Metro, ThyssenKrupp und die Deutsche Bank. Das Rückrat der Geschäftskontakte bilden erfolgreich mittelständische Unternehmen wie CLAAS, Digitech, Herrenknecht, KNAUF, Knorr Bremse und viele andere mehr. Im Gegenzug investierten russische Unternehmer im Jahr 2007 rund fünf Milliarden Euro in Deutschland. - Trotz des durch die augenblickliche Krise verursachten Geschäftsrückgangs denken 56 Prozent der im November 2008 befragten in Russland tätigen Deutschen Unternehmen, dass Russland für Investoren nach wie vor attraktiv bleibt. Nach Aussage von 30 Prozent der befragten AHK-Mitgliedsfirmen wird der eingeschlagene Kurs zu stabilen deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen aufrechterhalten.