Wirtschaftspartner Russland

Wirtschaftspartner Russland

Die russische Wirtschaft wuchs seit dem Krisenjahr 1998 jährlich um knapp 7%. Januar 2008 bis November 2008 gilt Russland mit seinen rund 143 Millionen Einwohnern nach wie vor als einer der größten Hoffnungsmärkte weltweit. Russland ist das größte und rohstoffreichste Land der Erde und gehört darüber hinaus zu den bedeutendsten Zukunftsmärkten.
Das Honorarkonsulat der Russischen Föderation wirbt vor dem Hintergrund der Erfolge der Unternehmensgruppe KNAUF in der Russland für ein Engagement in der Russischen Föderation und macht sich für eine vertrauensvolle wirtschaftliche Partnerschaft stark.

Deutsche Unternehmen in Russland

Deutsche Firmen bilden die größte ausländische Unternehmer-Gemeinde in Russland. Mehr als 4.600 deutsche Firmen engagieren sich in 63 der 86 Subjekte der Russischen Föderation. Der Trend der Unternehmen, ihre Tätigkeit in den Regionen auszuweiten, ist ein Ergebnis des administrativen Wandels. Die Rahmenbedingungen in Russland haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Von den 4.600 Firmen gehören immerhin 4.300 dem Mittelstand an! Im Jahr 2007 flossen insgesamt 13 Milliarden Euro Investitionen von Deutschland nach Russland und nochmals 3,6 Milliarden so genannte Direktinvestitionen, mit denen sich ein Unternehmen an einem anderen beteiligt. Die konservative Anlagestrategie Deutschlands hat einen großen Vorteil: Deutsche, vor allem mittelständische Unternehmen legen ihr Geld bevorzugt langfristig in Produktionsstandorten in Russland an. Zu den größten deutschen Investoren gehörten in den vergangenen Jahren Firmen wie E.ON, Wintershall, VW, Siemens, Metro, ThyssenKrupp und die Deutsche Bank. Das Rückrat der Geschäftskontakte bilden erfolgreich mittelständische Unternehmen wie CLAAS, Digitech, Herrenknecht, KNAUF, Knorr Bremse und viele andere mehr. Im Gegenzug investierten russische Unternehmer im Jahr 2007 rund fünf Milliarden Euro in Deutschland. - Trotz des durch die augenblickliche Krise verursachten Geschäftsrückgangs denken 56 Prozent der im November 2008 befragten in Russland tätigen Deutschen Unternehmen, dass Russland für Investoren nach wie vor attraktiv bleibt. Nach Aussage von 30 Prozent der befragten AHK-Mitgliedsfirmen wird der eingeschlagene Kurs zu stabilen deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen aufrechterhalten.

Russisch-Deutsche Außenhandelskammer

Am 14. Dezember 2007 wurde die Russisch-Deutsche Außenhandelskammer in Moskau gegründet. Sie markiert eine logische Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen und ist zugleich Sinnbild für die hohe Qualität der deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen. Unter dem Grundsatz „Impuls. Lobby. Service“ wird die AHK Unternehme bei der Aufnahme von Geschäftskontakten behilflich. Gleichzeitig vertritt sie die Interessen der Kammermitglieder vor russischen und deutschen staatlichen Institutionen. Und sie bietet den Service der „ständigen Betreuung im Alltag“, angefangen vom Markteintritt bis zum Geschäftsaufbau. Als bilaterale Kammer integriert die AHK auch stärker russische Unternehmen und vertritt deren Interessen. Insgesamt stehen den Kammermitgliedern 400 Experten und Arbeitsgruppen in der Russisch-Deutschen Außenhandelskammer zur Verfügung.

Handelsvolumen Russland-Deutschland

Seit mehr als 30 Jahren ist Deutschland der größte Außenhandelspartner Russlands im westlichen Ausland. Die Exporte nach Russland haben sich seit 1999 mehr als verdreifacht und lagen im Jahr 2007 bei 28,19 Milliarden Euro. Im Gegenzug importierte Russland 2007 Waren im Wert von 28,71 Milliarden Euro nach Deutschland, was dem 5,6-fachen der Ausfuhr von 1999 entspricht. Die deutschen Exporte nach Russland haben im ersten Halbjahr 2008 um 23 Prozent auf 15,8 Milliarden zugelegt. Das Gros machte dabei die Lieferung von Kraftwagen und Maschinen aus. Im Gegenzug stiegen die Einfuhren aus Russland auf 16,8 Milliarden Euro, vor allem durch Gas- und Öllieferungen.

Wirtschaftspartner Bayern und Russland

Von 2000 bis 2007 ist der bayerisch-russische Warenaustausch um das 3,5-fache auf 8,4 Milliarden Euro angestiegen. Die Russische Föderation – und dort insbesondere der Moskauer Raum – ist einer der bedeutendsten Handelspartner Bayerns in Osteuropa. Die Exporte bayerischer Produkte nach Russland stiegen 2007 um 38% auf 3,7 Milliarden Euro an. Im ersten Halbjahr 2008 konnte Bayern mit seinen Lieferungen nochmals fast 30% zulegen.

Als erstes Bundesland schloss Bayern mit Moskau 1991 ein Abkommen über Zusammenarbeit. Als erstes gründete es 1995 eine eigene Vertretung, der heute der Gesandte a.D. Dr. Michail Logwinow und Bernd-Joachim Pantze vorstehen. Mehr als die Hälfte der deutschen Großinvestoren in Russland stammt aus Bayern. Alleine im Großraum Moskau sind circa 850 bayerische Unternehmen aktiv. Beispielhaft dafür sind Ehrmann, Hochland, KNAUF, Pfleiderer und REHAU.