Deutsche Firmen bilden die größte ausländische Unternehmer-Gemeinde in Russland. Von den annähernd 6.100 Firmen mit deutscher Beteiligung engagieren sich 2.110 in Moskau, 710 in St. Petersburg und 2.385 in den übrigen Föderationssubjekten der Russischen Föderation. Der Trend der Unternehmen, ihre Tätigkeit in den Regionen auszuweiten, ist ein Ergebnis des administrativen Wandels. Die Rahmenbedingungen in Russland haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Insgesamt sind rund 150 Unternehmen mehr mit Tochterfirmen und Repräsentanzen in Russland vertreten als vor der Wirtschaftskrise. Die deutschen Direktinvestitionen stiegen im Jahr 2010 um 500 Millionen auf 8,3 Milliarden US-Dollar. Eine Umfrage des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK), an der sich 130 Unternehmen beteiligten, ergab, dass diese für das Jahr 2011 planen, weitere 700 Millionen in Russland zu investieren. Im September 2010 wurden zusätzlich fünfzig der größten deutschen, in Russland tätigen Unternehmen zur konjunkturellen Situation für das laufende Jahr befragt. Demnach ist bei 87% dieser Unternehmen ein starkes Wachstum gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres von bis zu 60% zu verzeichnen. Zwei Prozent wuchsen sogar um mehr als 100%. Für das Gesamtjahr 2019 erwarten knapp 60% eine Umsatzsteigerung. Die Nachfrage übersteige derzeit die Produktionskapazitäten berichtete beispielsweise ein deutscher Automobilbauer.
Die konservative Anlagestrategie Deutschlands hat einen großen Vorteil: Deutsche, vor allem mittelständische Unternehmen legen ihr Geld bevorzugt langfristig in Produktionsstandorten in Russland an. Zu den größten deutschen Investoren gehörten in den vergangenen Jahren Firmen wie E.ON, Wintershall, VW, Siemens, Metro, ThyssenKrupp und die Deutsche Bank. Das Rückrat der Geschäftskontakte bilden erfolgreich mittelständische Unternehmen wie CLAAS, Digitech, Herrenknecht, KNAUF, Knorr Bremse und viele andere mehr.